Schnurlose Telefone

"Schnurlose" sind jene, inzwischen weit verbreitete Haustelefone, die im Bereich bis zu 200 m ohne Kabel auskommen. Die dafür erforderliche, kleine Basisstation in den eigenen vier Wänden ist zumeist gleichzeitig Ladestation der Akkus. Vor allem sorgt sie dafür, dass die Verbindung zwischen Basisteil und Handapparat hergestellt wird und zwar über Funk, durch ein elektromagnetisches Feld. Seit einigen Jahren gibt es mehrere, unterschiedliche technische Standards:

  • GAP - (general access profile) seit 1997, erweiterter DECT Standard, der gewährleistet, dass DECT Telefone verschiedener Hersteller miteinander optimal kommunizieren können.

  • DECT - Schnurlose (digital enhanced cordless telecommunication) seit 1994, senden mit starken, gepulsten, digitalen Wellen, nonstop, Tag und Nacht, auch wenn nicht telefoniert wird!

  • ECO-DECT – wie oben, jedoch mit variabler Sendeleistung. Einige hören auf zu senden, wenn sie in der Basisstation geladen werden.

  • CT2 - Schnurlose, senden mit relativ schwachen, gepulsten, digitalen Wellen und das nur wenn telefoniert wird. (seit 1.1.2009 ist der Betrieb durch die Bundesnetzagentur verboten)

  • CT1 plus - Schnurlose (cordless telephone) seit 1998, Überarbeitung der 20 Jahre alten Technik CT1, sendet mit relativ schwachen, analogen, also nicht gepulsten Wellen und auch nur dann, wenn telefoniert wird. (seit 1.1.2009 ist der Betrieb durch die Bundesnetzagentur verboten)

 

Die DECT Telefone sind inzwischen die Hauptverursacher des hausgemachten Hochfrequenz Elektrosmogs und die Ursache für das Ansteigen der sogenannten "Hot Spots" in Wohngebieten.

 

Die von ihnen ausgehenden, gesundheitlichen Risiken sind sogar höher als die von Mobilfunktürmen, vor allem weil sich die DECT Telefone im unmittelbaren Wohnbereich befinden und zum anderen durch ihre spezielle Frequenzcharakteristik (Pulsdifferenz). Ihre messbare Strahlung reicht oft bis zu 50 m und geht problemlos durch Wände. Baubiologen beobachten Effekte wie Nervosität, Schlafstörungen, Ohrenrauschen und Herzattacken bei den Benutzern von DECT Telefonen und sogar bei Personen die selbst kein DECT Telefon benutzen aber im messbaren Einflussbereich von mehreren DECT Telefonen aus der Nachbarschaft wohnen! Auch kabellose Netzwerke arbeiten z. T. mit DECT Technik. Gesetzliche Grenzwerte gibt es nicht. Einige Umweltinitiativen fordern das Verbot von DECT. Der Kinderarzt Dr. Jan Gerhard aus Ahrensburg warnt vor den DECT Telefonen in seiner Praxis mit dem Aushang: Steht auch in Ihrem Kinderzimmer ein Mobilfunkturm?

 

 

 

Viele verantwortungs- und gesundheitsbewusste Bürger haben deshalb ihre neuen, teuren DECT Telefone aus der Steckdose gezogen und sind wieder auf das Schnurtelefon umgestiegen.